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Frankfurter Kranz mal anders

 

Vor ein paar Wochen durfte meine Oma in ihr 87. Lebensjahr starten und sie ist, trotz ihres hohen Alters, immer noch fit. Bis vor wenigen Jahren hat sie mit ihren Freundinnen noch Mallorca unsicher gemacht und ist das älteste aktive Mitglied in ihrem Kegelverein. Hoffentlich habe ich von den guten Genen das Eine oder Andere abbekommen.

Der Lieblingskuchen meiner Oma ist der Frankfurter Kranz. Diesen hat sie all die Jahre über von ihrer guten Freundin zum Geburtstag geschenkt bekommen, selbstgebacken natürlich. Der Grund, warum ich das Backen in diesem Jahr übernehme, ist weniger erfreulich: ihre Freundin ist Anfang des Jahres leider verstorben. Um die Tradition fortzuführen, backe ich nun jedes Jahr einen Frankfurter Kranz. Nachfolgend findet Ihr meine Interpretation des Frankfurter Kranzes. Mal schauen, was ich mir für das nächste Jahr einfallen lasse.

Zutaten für einen Rührkuchen (Kastenform 25 x 9 cm)

  • 150 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 EL selbstgemachter Vanillezucker
  • Mark einer Vanilleschote
  • 3 Eier
  • 100 ml Milch
  • 375 g Mehl
  • ¾ P. Backpulver

Zubereitung

Den Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen, eine Silikonform verwenden oder eine Springform fetten.
Butter, Zucker, Vanillezucker und das Vanillemark schaumig rühren, bis die Mischung hell und luftig ist. Eier einzeln hinzugeben und jedes Ei kurz, aber kräftig, unterrühren. Zuletzt das Backpulver in das Mehl sieben, im Wechsel mit der Milch zur Mischung geben und so lange rühren, bis die Zutaten vermischt sind. Den Teig in die Backform geben.

Backzeit

70 – 75 Minuten

 
 

Nach dem Backen den abgekühlten Kuchen erneut in die Backform setzen und oben gerade abschneiden. Dieser Schritt ist nur notwendig, soweit Eure Backform einen halbrunden Boden hat. In einer normalen Springform gebacken, ist der Boden bereits gerade. Ihr könnt hierbei den „Hubbel“ auf dem Kuchen etwas in Form schneiden. Den Kuchen 3 x der Länge nach durchschneiden. 4 gleichdicke Böden werden benötigt.

 

Zutaten für die Buttercreme

  • 800 ml Milch
  • 1 Vanilleschote
  • 110 g Zucker
  • 2 P. Puddingpulver Vanille
  • 350 g Butter

außerdem:

  • Belegkirschen
  • 200 g Krokant
  • Johannisbeergelee

Zubereitung

Mark der Vanilleschote und die Vanilleschote in die Milch geben und einige Stunden stehen lassen. Ich bereite die Milch bereits am Vortag vor. Nach Anleitung auf der Packung einen Pudding kochen, die Vanilleschote entnehmen, in ein Gefäß umfüllen. Frischhaltefolie direkt auf den Pudding legen, damit sich keine Haut bildet. Am besten lässt sich der Pudding am Vortag zubereiten. Butter und Pudding sollten sich mindestens ein paar Stunden im selben Raum befinden, bestenfalls über Nacht. So ist sichergestellt, dass beide die gleiche Temperatur haben. Dies ist zur Herstellung der Buttercreme notwendig, damit diese nicht „kriselig“ wird. Die Butter so lange aufschlagen, bis sie hell und luftig ist. Den Pudding nun esslöffelweise hinzugeben, dabei weiterrühren.

Die fertige Buttercreme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. 3 EL zurückhalten. Diese werden für die Dekoration benötigt. Die Torte wird wie folgt zusammengesetzt: Boden mit Johannisbeergelee bestreichen.

Buttercreme auf den Boden spritzen.

 

Die Creme mit einer Palette vorsichtig glatt streichen. Kurz in den Kühlschrank stellen, bevor der nächste Boden auf die Buttercreme gesetzt wird.

Nach dem Füllen die Torte kühl stellen, bis die Buttercreme etwas fester geworden ist, am besten ein paar Minuten ins Gefrierfach. Die Torte mit der verbleibenden Buttercreme einstreichen, mit Krokant bestreuen und dekorieren. Kühl stellen, damit die Buttercreme fest wird. 

 

Der Krokant lässt sich mit Hilfe einer flexiblen Teigkarte schnell und einfach auftragen. Die Torte hierbei auf ein tiefes Backblech stellen. Da der Krokant im Kühlschrank etwas Feuchtigkeit zieht und weich werden kann, rate ich davon ab, die Torte bereits am Vortag vorzubereiten.

Ein kleiner Tipp für Euch: Johannisbeergelee schmeckt selbstgemacht am besten. Das gekaufte ist meist recht süß und hat dafür wenig Geschmack. 

Ich wünsche Euch viel Spass beim Backen und sende Euch süße Grüße!
Maxi

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