Heute gibt es das erste Rezept zum Thema „Weihnachtsbäckerei“: ein schwedisches Rezept. Warum ausgerechnet schwedisch? Mein Herz hängt schon sehr lange an diesem tollen Land, an der Natur und der Tierwelt. Ganz besonders liebe ich die schönen Holzhäuser und Elche! Im letzten Jahr habe ich beschlossen, einen meiner Urlaube in diesem Jahr Skandinavien zu widmen. Gesagt, getan. Um auch die umliegenden Länder genauer kennenzulernen, entschied ich mich für eine Rundreise mit dem Schiff. Im Oktober war es dann soweit: ein traumhafter Sonnenaufgang begrüßte uns beim Einlaufen in den Hafen von Göteborg.
Zunächst erkundete ich Göteborg vom Wasser aus: mit dem Paddan-Boot fuhren wir durch Kanäle und unter tollen alten Brücken hindurch, bis zum großen Hafen. Im Anschluss erfolgte ein Rundgang durch die Stadt. Dieser führte mich letztendlich nach Haga, einem Vorort von Göteborg. Haga wurde in früheren Jahren durch die Arbeiterklasse bewohnt und ist heute ein kleines niedliches Örtchen mit Holzhäusern und tollen Cafés, die zu einer traditionellen Fika – einer gemütlichen Kaffeepause – einladen Eines davon ist das Café Husaren. Hier gibt es die größten Zimtschnecken in Göteborg, vielleicht sogar in ganz Schweden.
Am Abend verabschiedete uns noch einmal ein faszinierender Sonnenuntergang, während sich das Schiff durch die Schären auf den Weg nach Norwegen machte.
In Schweden wird besonders während der Weihnachtszeit neben Kardamom und Zimt, oft Safran zum Backen verwendet. Wer sich einmal mit schwedischen Weihnachtsrezepten beschäftigt hat, dem fällt auf, dass Safran gefühlt in jedem zweiten Rezept enthalten ist und das in nicht unerheblicher Menge. Ich habe für Euch zum weihnachtlichen Auftakt einen schwedischen Safrankuchen gebacken. Der Kuchen ist kräftig gelb und schmeckt intensiv nach Safran.
Zutaten für einen Gugelhupf (mindestens 1,5 Liter Form)
- 50 g Butter
- 0,2 – 0,5 g Safran, gemahlen
- 115 ml Milch
- 3 Tropfen Rumaroma
- 3 Eier
- 200 g Zucker
- 1 TL (Bourbon)Vanillezucker
- 250 g Mehl
- 1 Prise Salz
- 2 TL Backpulver
Zubereitung
Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Butter mit dem Safran auflösen, Milch und Rumaroma hinzugeben, abkühlen lassen.
Die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker lange aufschlagen, bis eine helle luftige Masse entstanden ist und sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Die abgekühlte Flüssigkeit vorsichtig hineinlaufen lassen, damit die Masse nicht wieder zusammenfällt. Langsam unterrühren.
Zuletzt Mehl und Salz mischen, Backpulver hinzusieben und kurz unterheben, bis alle Zutaten vermischt sind.
Backzeit
35 – 45 Minuten – Stäbchenprobe machen und den Kuchen rechtzeitig abdecken, falls er zu dunkel wird.
Den Safran vorsichtig dosieren! Bei 0,5 g schmeckt der Kuchen sehr intensiv. Für einen leichten Geschmack sind 0,2 g ausreichend.
Süße Grüße!
Maxi
3 Comments
Hallo, Maxi! Eben habe ich deine Seite entdeckt. Dein „Frankfurter Kranz – mal anders” hat mich hierher geführt. Und nun diese safrangelbe Schönheit! Wird nachgebacken, Feedback folgt.
Viele liebe Grüße,
Ruxi
Hallo Ruxi,
das freut mich. Der Kuchen ist wirklich sehr lecker.
Liebe Grüße,
Maxi
Wow! Das Rezept klingt wundervoll und die Bilder haben es auf meine „Kochliste“ setzen lassen. Das kochen wir definitiv kommende Woche nach 🙂 Den Safran haben wir grad bekommen. Danke für die Anregung! 🙂 Grüße aus Hamburg